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7Mrz/120

S21-Zielzustand: FV-Anbindung aus N/NO/O

Sehr geehrte Damen und Herren,

einer Stellungnahme von Herrn Grube auf einer ProBahn Veranstaltung in Eutingen war jüngst zu entnehmen, dass er für einen Fortbestand der IC-Linie 61 nach 2016 nichts zusage. Konkret bedeutet dies, dass ab 2016 die Großstadt PF ihren FV-Halt verlieren und auch zwischen Stgt. und Nürnberg der IC-Verkehr aufs Abstellgleis geschoben werden soll. Seitens des DB Konzerns wird damit wohl darauf spekuliert, dass das Land Regionalisierungsmittel flüssig machen und Ersatzverkehre bestellen wird, um die bestehenden IC Züge -analog zum niedersächsischen Modell- zu subventioniern.

Im Falle einer Substitution der genannten Verkehre durch für S21 "konzeptionell angedachte" ICE-NT Züge wird dieses Modell jedoch nicht mehr funktionieren. Wobei allen Beteiligten schon jetzt klar sein dürfte, dass der ICE-NT für S-N die 2. Wahl sein dürfte, da die Strecke für bogenschnelles Fahren gar nicht ausgestattet ist.

Soweit meine Analyse, nunmehr zu den damit verbundenen Fragen:

a) Wie soll die Anbindung des neuen "Herzens Europas" nach dessen Umbau/Eröffnung im Fernverkehr konkret erfolgen? Derzeit besteht nach Norden/Nordosten/Osten - sprich in Richtung Nürnberg - eine äußerst dürftige 2-stdl. IC Verbindung. Die beiden Metropolregionen Stuttgart und Nürnberg mit jeweils mehreren Mio. Einwohnern (!) werden im Fernverkehrsbereich jeweils mit letzten Abfahrten um ca. 18 Uhr (!) bedient, ein Witz, wenn man sich die Verkehrslage auf der A81/A6 vor Augen führt (letztere Autobahn weist eine höhere Querschnittsbelastung auf, als die A8).

b) Welche Fahrzeit wird für die FV Verbindung Stuttgart-Nürnberg angestrebt?
Ein Blick ins Kursbuch aus dem Jahre 1978 zeigt, dass es damals bereits D-Züge gab, die die Strecke unter 2Std. (1:58h) bewältigten, die heutigen ICs benötigen 2:14h immerhin nochmals 6min länger, als der IR bei seiner Einführung 1991. Nur am Rande sei bemerkt, dass die Traktion der D-Züge in den Siebzigern mit der guten alten 218 erfolgte.

c) Über welche Strecke fahren die FV-Züge CR-ELW-AA-GD-S oder Murrbahn (CR-SHA-BK)?

d) Welches Material wird eingesetzt, wenn denn FV gefahren wird? Subventionierte Dosto-IC, ICE3 (Berlin-S-Flügel), ICE-NT (Wien-S-Flügel)?

Eine detaillierte Beantwortung der Frage erachte ich für wichtig, da ein Wegfall der FV-Anbindung in Richtung Nürnberg das S21 Projekt für mich in Frage stellen würde.
Für einen SFS Durchgangsbahnhof auf der Verbindung Mannheim-Bruchsal-S-Ulm allein bräuchte es keinen derartigen Aufwands. Dies ist umso wichtiger, da schon aufgrund der Analyse des Ist-Zustands zu entnehmen ist, dass die Metropolregion Stuttgart sukzessive vom FV abgehängt wird. Kann es sein, dass Planung/Vertrieb und (DB) Praxis hier auseinanderklaffen?

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Gohla

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