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9Aug/130

Turmstabilität und Sondierungsbohrung

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der heutigen Ausgabe der Stuttgarter Nachrichten ist zu lesen, dass bis heute keine Klarheit darüber herrscht, wie der Bahnhofsturm gegründet ist.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-bonatz-enkel-bezweifelt-turmstabilitaet.4291aa3a-4b74-4ebd-9589-e733dde2c505.html

So steht die Aussage des Bonatzenkels Peter Dübbers zusammen mit älteren Aussagen von Planungsbeteiligten und dem Kommunikationsbüro, dass der Turm auf Eichenholzpfähle gegründet sei, gegen die aktuelle Behauptung es seien Eisennbetonpfähle verbaut.
Was in alten Plänen steht muss lange nicht der Wirklichkeit entsprechen, das erlebe ich häufig in meiner Berufspraxis.

Mir, als seit über 15 Jahren in verantwortlicher Position planendem Ingenieur der Baubrache, ist es ein völliges Rätsel, wie man auf Vermutungen fußenden Annahmen - und mehr sind die Aussagen beider Seiten zur Gründung nicht - eine solide Statik aufstellen will.

Warum wird hier keine Klarheit geschaffen indem Sondierungsbohrungen vorgenommen werden, um einen auf Fakten beruhenden Standfestigkeitsnachweis erstellen zu können? Sind die Kosten etwa so spitz auf Knopf genäht, dass die paar tausend Euro für die Bohrung nicht mehr drin sind, oder haben die Verantwortlichen Angst vor der Wirklichkeit?

Was passiert nämlich andernfalls, wenn der Turm einstürzen sollte? Wer wird dann wie haftbar gemacht, und was bedeutet das für das Projekt, falls es dabei Tote geben sollte? Ich denke hier beispielhaft an das Kölner Stadtarchiv.

Meines Erachtens ist das bisherige Vorgehen der Planer inkl. der Bauherrin mindestens grob fahrlässig, wenn hier nicht sogar bedingter Vorsatz vorliegt.

Deshalb bitte ich um eine konkrete Antwort, wie geplant ist, in dieser Frage weiter vorzugehen.

Vielen Dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Graf

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