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19Jun/130

Wieder Desinformation durch das Kommunikationsbüro

Sehr geehrter Herr Dietrich,

Herr Oberbürgermeister Kuhn hatte völlig recht, als er bei seinem Amtsantritt sagte, dass das Kommunikationsbüro Desinformationen verbreitet.

Dies zeigt Ihre Antwort wieder mal sehr deutlich: http://direktzu.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/stuttgart21/messages/zugwende-im-geplanten-schiefbahnhof-moeglich-46047?filter[]=only_answered&order=date&sorting=desc#id_answer_46621

Was Sie da zur Längsneigung schreiben, halte ich für hanebüchen und schlichtweg auch für falsch.

Die Provinzbahnhöfe, die Sie mit Stuttgart vergleichen (obwohl dies sowieso nicht vergleichbar ist) weisen laut der betrieblichen Unterlage Örtliche Richtlinien zur Richtlinie 401.01-09 für das Zugpersonal alle eine wesentlich GERINGERE Neigung auf als die 15 Promille, die beim Tiefbahnhof S21 vorgesehen sind:

> Aulendorf 7,5 Promille an allen Bahnsteiggleisen
>
> Kressbronn 4 Promille in allen Gleisen
>
> Wildberg 5,8 Promille
>
> Neidenstein ist als Betriebstelle nicht zu finden
>
> Urstein gibt es gar nicht als Bahnhof
>
Warum führen Sie diese Beispiele an, die nicht einmal die Hälfte der Längsneigung von Stuttgart 21 haben?

Genauso hanebüchen finde ich Ihren Vergleich mit Rampen Richtung Feuerbach, die außerhalb des Fahrgastbereichs liegen und nichts mit dem Fahrgastwechsel zu tun haben.
Und auch bestehende S-Bahn-Haltepunkte mit einem NEU zu bauenden Hauptbahnhof zu vergleichen, ist wie Äpfel mit Birnen.

Wollen Sie sagen, dass es die Vorschrift gar nicht gibt, dass bei NEUEN Bahnhöfen die Neigung von 2,5 Promille nicht überschritten werden soll?

Stuttgart 21 würde diese Neigung um das SECHSFACHE überschreiten!

Der hervorragende Bericht in Frontal21 gestern nannte diese Vorschrift und machte das Risiko der Längsneigungen sehr deutlich:
Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=4rUkwy6Nj68

Allein in diesem Jahr kam es im Kölner Bahnhof (der nicht mal die Hälfte der bei S21 vorgesehenen Längsneigung hat) sechsmal zum Wegrollen von Zügen, wobei es auch Verletzte gab!

Die Verantwortung dafür würde die Bahn ganz einfach auf die Lokführer abwälzen.

Warum tun Sie dieses Risiko so lapidar ab?

Mit freundlichen Grüßen
Heike Voß

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